Festgeld Infotext


Neben Tagesgeld zählt Festgeld zu den Einlagentypen, die sich bei
Anlegern und Sparer vor allem dann großer Beliebtheit erfreuen, 
wenn mikro- und makroökonomische Unsicherheiten am Markt zugegen 
sind. In einer solchen Umgebung steigt die Risikoaversion des 
deutschen Durchschnittsanlegers in der Regel deutlich, so dass 
Anlageklassen, die als sicherer Hafen gelten, verstärkt 
nachgefragt werden. Zu diesen sicheren Häfen zählt Festgeld. 
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Die Sicherheit dieser Anlageklasse ergibt sich unter 
anderem aus der Einlagenzugehörigkeit. Ähnlich wie 
in vielen anderen Ländern auch werden Einlagen 
durch den staatlichen Einlagensicherungsfonds bis 
zur Höhe der Haftungsgrenze abgesichert, sofern das 
jeweilige Geldinstitut diesem angeschlossen ist. Im 
Falle der Zahlungsunfähigkeit des Geldinstituts 
springt der Staat durch den Einlagensicherungsfonds ein, 
um die ausstehenden Einlagen der Kunden bis zur Höhe der 
Haftungsgrenze an diese zurückzuführen. Seit dem 
01. Oktober 2010 hat die Bundesregierung die Haftungsgrenze 
für Einlagen von ursprünglich 50.000 Euro auf 100.000 Euro 
je Konto verdoppelt. Neben dem staatlichen Einlagensicherungsfonds
sind die meisten Geldinstitute in Deutschland noch weiteren 
Einlagensicherungsfonds aus der Privatwirtschaft angeschlossen. 
Diese übernehmen die Rückführung von ausstehenden Einlagen, 
die über die Haftungsgrenze des staatlichen Einlagensicherungsfonds 
hinausreichen, bis zu einer Höhe, die vom Umfang des haftenden 
Eigenkapitals des jeweiligen Geldinstituts und von den finanziellen 
Kapazitäten des Fonds abhängig ist. 

Ein anderer Aspekt, der die Sicherheit der Anlageklasse „Festgeld“ 
unterstreicht, ist die über die Laufzeit fixe Höhe der Habenzinsen. 
Wie der Name bereits impliziert wird bei einer Anlage in Festgeld 
die Anlagesumme über einen vertraglich vereinbarten Zeitraum fest 
angelegt, und zwar in puncto Zinshöhe und Verfügbarkeit. Hier 
liegt der elementare Unterschied zu Tagesgeldzins. Wie bereits 
erwähnt erfolgt die Verzinsung über die gesamte Laufzeit zu 
den gleichen Bedingungen. Hieraus ergibt sich eine gewisse 
Abhängigkeit vom richtigen Timing hinsichtlich der Wahl der 
richtigen Laufzeit in Abhängigkeit von der Lage auf dem 
Zinszyklus. Wenn sich das allgemeine Zinsniveau – vor 
allem durch den Leitzins der EZB beeinflusst – am Anfang 
eines Zinssenkungszyklus befindet, sollte eine lange Laufzeit 
gewählt werden, um die hohen Zinsen in die Niedrigzinsphase hinein 
retten zu können. Befindet sich das allgemeine Zinsniveau hingegen 
am Beginn eines Zinserhöhungszyklus sollte die Laufzeit entsprechend 
kurz gewählt werden, um nicht die niedrigen Zinsen unnötig lang 
zu konservieren.

Neben den zahlreichen positiven Aspekten sind beim Festgeld auch 
einige negative Aspekte zu berücksichtigen. So haben Anleger 
in der Regel keine Möglichkeit während der Laufzeit auf ihre 
Geldanlage zugreifen zu können, so dass auf jeden Fall nur 
überschüssige Liquidität als Festgeld angelegt werden sollte. 
Zudem legen die meisten Geldinstitute für Festgeld einen 
Mindestanlagebetrag von 5.000 Euro oder gar 10.000 Euro fest.

Weiterführende Links: Klaus Jürgen Pitter-Kilfitt | ICON-Gruppe | ISIS | Imprint