Neben dem klassischen Handel mit Aktien hört man gerade während
der letzten beiden Jahre unter dem Schlagwort „Forex Trading“
zunehmend häufig von einer innovativen Variante im Bereich
spekulativer Geldanlagen. Ähnlich wie an der Aktienbörse Aktien, an
der Rentenbörse Rentenpapiere und an Terminbörsen Derivate
gehandelt werden, werden beim Forex Trading Devisen gekauft und
verkauft. Sinn und Zweck des Kaufen und Verkaufens ist es natürlich,
aus den am Währungsmarkt stetig auftretenden Kursveränderungen
einen Profit zu erzielen. Der Begriff „Foreign Exchange“ bezeichnet den
liquidesten Markt der Welt – jeden Tag werden an der FX nahezu
2 Billionen US-Dollar umgesetzt. Auf diesem Markt ohne physisches
Zentrum wird 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr Handel
betrieben wird. Dieser Handel mit Devisen ist mittlerweile auch für
Privatanleger möglich, aus dem reinen Interbanken Markt früherer
Zeiten wurde ein relativ frei zugänglicher Handelsplatz. Ein weiterer
Vorteil beim Trading mit Devisen sind die geringen Spreads (Margen
zwischen Kaufs- und Verkaufskursen) sowie – gerade im Vergleich zu Aktien- und Rentenbörsen – äußerst geringe Transaktionskosten.
Wer am Forex handelt, muss sich zunächst für ein bestimmtes Währungspaar entscheiden. Der Anleger kauft oder verkauft nun eine bestimmte Menge der Devisensorte A gegen die sich aus dem aktuellen Kurs ergebende Menge von Devisensorte B in der Hoffnung, aus auftretenden Wechselkurs Veränderungen Gewinn zu erzielen. Der mögliche Spekulationszeitraum ist individuell, manche Trades dauern nur wenige Sekunden, andere sind dagegen sehr langfristig angelegt. Für taggleiche Trades hat sich mittlerweile der Begriff „Day Trading“ etabliert. Prinzipiell gilt, dass das mit dem Trade verbundene Risiko natürlich umso größer wird, umso kürzer der Spekulationszeitraum gewählt wird. Einer langfristigen Anlage in einer Devise sollte in jedem Falle eine eingehende Fundamental Analyse bzgl. der hinter der Währung stehenden Volkswirtschaft vorausgehen.
Eine Besonderheit beim Forex Trading besteht in der Spekulation unter Einsatz von Hebeln. Diese Hebel bewirken, dass der Anleger – beispielsweise bei einem Einsatz von 10.000 Euro unter Verwendung eines Hebels von 1:20 – um das x-fache seines Einsatzes, in diesem Falle also um das 20-fache spekuliert. In gleichem Maße multipliziert sich der eventuelle Gewinn oder mögliche Verlust.
Der Handel selbst wird in aller Regel über einen Account bei einem spezialisierten Forex Broker vollzogen, hier gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Anbietern, die Kontoeröffnungen mit Kreditkarte und ohne Identitätsnachweis anbieten. Der Identitätsnachweis muss jedoch spätestens dann erbracht werden wenn man die erzielten Gewinne abheben (überweisen) möchte, insofern sollte ein eingehender
Forex Broker Vergleich eine Selbstverständlichkeit sein bevor man sich für den Anbieter seiner Wahl entscheidet.

